Wie alles begann

                  
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  Erster großer Stadtbrand im äusseren Markt. Wiesengasse, jetzige Kaiserstraße liegt in Schutt und Asche. Es wird vermutet, dass sich schon damals eine Brauerei an dieser Stelle befand.

  Erteilung der Brauereigerechtigkeit durch Herzog Wilhelm IV. von Baiern an den Bräu in der Wiesengasse. Die zu entrichtende Steuer für den Lehnsbrief betrug 5 Gulden. Einführung des Bieraufschlages (Biersteuer) im Herzogtum Baiern: Für jeden Eimer Bier (= 64 Liter) müssen 2 Kreuzer entrichtet werden.>

  Festlegung des Bierpreises in Rosenheim: Für Sommerbier (Märzen) 2 Pfennige oder ein halber Kreuzer pro Mass, für Winterbier (Normalbier) 1 Pfennig pro Mass. Einige Verdienstbeispiele aus dieser Zeit: Maurermeister 20 Kreuzer, Bräuknecht 14 Kreuzer und ein Tagelöhner 10 Kreuzer pro Tag. Rosenheim zählt zu dieser Zeit ca. 1200 Einwohner.

  Erste urkundliche Erwähnung eines Besitzers des Anwesens Wiesengasse 153 (jetzt Kaiserstr. 5): Johann Huber vom 16. Oktober 1604 bis zum 10. März 1611.

  Laut amtlicher Urkunde ist ab dem 11. März 1611 Erhard Westermayer der Besitzer des Anwesens.

  Die Pest wütet in der Stadt Rosenheim. Jeder dritte Einwohner stirbt. Durch den 30-jährigen Krieg kommt es zu verheerenden Verwüstungen.

  Am 2. und 3. Mai kommt es erneut zu einem großen Stadtbrand im inneren Markt. Es bleiben nur noch die Mauern übrig.

  Bis 1705 ist der urkundlich erwähnte Besitzer der Brauerei Simon Wältl. (Er vereinigt das Edersche Wirtshaus und das Wältliche Bräuhaus).

  Schwere Brandschatzungen durch die Österreicher, endlose Kriegssorgen bis 1715.

  Die Witwe Maria Wältl ist Besitzerin der Brauerei.

  Die Witwe Wältl geht in Konkurs (damals: "Gant"). Georg Fletzinger aus Ramerberg kauft die Konkursmasse. Er vermehrt die Besitzungen durch Ankauf von vielen Grundstücken und Gebäuden und wird zum Namensgeber der Flötzinger Brauerei.

  Der vermögende Bürger Martin Schmetterer heiratet die Tochter des Georg Fletzinger, Maria Magdalena. Das Geschlecht der Fletzinger stirbt mangels Nachkommen aus.

  Thomas Anton Fletzinger übernimmt die Brauerei nach dem Tod des Vaters Georg.

   Thomas Anton Fletzinger stirbt, seine Witwe führt mit ihrem zweiten Ehemann, Sebastian Zollner, längere Zeit die Brauerei bis sie am 17. August 1788 an ihren Sohn aus zweiter Ehe ;Sebastian Zollner, übergibt.

  Sebastian Zollner jun. erwirbt das Schmettersche Gut, den Sommerkeller und den Märzenkeller mit Eremitenbenefizum am Rossacker.

  Bayern wird Königreich.

  Rettung der Rossackerkapelle durch Sebastian Zoller vor der Zerstörung durch die Säkularisation.

  Sebastian Zoller übergibt die Brauerei an seinen Sohn Seraphin Zoller.

  Die Gemeinde Rossacker wird in die Stadt Rosenheim eingemeindet.

 

                  
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  Auf der Loretowiese findet das erste Herbstfest mit Bezirkstierschau und Ausstellung statt.

 

Rosenheim wird durch König Ludwig II. zur Stadt erhoben.

Johann Krichbaumer, der Urgrossvater des heutigen Besitzers Franz Steegmüller II., kauft die gesamten Besitztümer der Flötzinger Bräu


  Rosenheim hat in diesem Jahr 10.090 Einwohner und 11 Braureien. Die Flötzinger Brauerei hat für den Biertransport 5 Pferde zur Verfügung.

  Am 3. Juli übernimmt Sohn Joseph Krichbaumer den Besitz und die Führung der Brauerei. Er gilt zu seiner Zeit als einer der fortschrittlichsten und aktivsten Brauherrn. Bis 1910 erbaut er die neue Brauerei am Rossacker.

  Ankauf des Stockhammer Anwesens (Brauerei und Gaststätte).

  Ankauf der Weissbierbrauerei Welcker.

  Maria Steegmüller (geb. Krichbaumer) und Franz Steegmüller I. übernehmen die Führung und den Besitz der Flötzinger Brauerei. Sie konnten den Besitz erheblich vermehren und hinterließen ein gesundes Unternehmen.

  Franz Steegmüller II. übernimmt die Brauerei. Sein Bestreben ist weiterhin unabhängig zu bleiben.

  Die Flötzinger Brauerei feiert 2008 ihr 465tes Gründungsjahr. Als älteste und einzigste Privatbrauerei im Raum Rosenheim stellt sie sich den Herausforderungen der Zukunft mit ihrem Leitspruch: " Dem Guten treu - Flötzinger Bräu".

  - Viel zu früh stirbt am 27. Februar der Juniorchef Franz Steegmüller.
- Zum ersten Mal in der Geschichte der Brauerei erhält der Flötzinger Bräu die Bundes-Ehrenmedaille vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbarucherschutz.
- Am 5. Oktober heiratet die Juniorchefin Marisa Steegmüller Andreas Phyrr

 

                  
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